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100 Jahre Kirche Buxheim

Lange Jahre der Planung - Neubau der Kirche 1912 konsekriert

Videobericht vom Kirchweihjubiläum am 30. September 2012

Die St. Michael Kirche in Buxheim zählt zu einer der schönsten Kirchen des Eichstätter Raumes und feiert im Jahr 2012 das 100-jährige Jubiläum des Neubaues der Pfarrkirche. Pfarrer Johannes Trollmann, der mit seiner Kirchengemeinde diesem Kirchenfest schon heute entgegen fiebert, stieß vor kurzem auf eine bemerkenswerte Entdeckung. Als er unlängst in seinem Hausarchiv die Urkunde zur Grundsteinlegung der Kirche vor über 100 Jahren entdeckte, war er sichtlich überrascht. Der in altdeutscher Schrift gedruckte Text der Urkunde, welche die feierliche Weise der Grundsteinlegung beschreibt, begründete damals den Neubau des Gotteshauses mit der wachsenden Zahl der Pfarrangehörigen. Dabei konnte einst die bisherige Kirche mit ihren beengten Raumverhältnissen nicht mehr genügen und drängte zu dem Bestreben nach Erweiterung des Gotteshauses. Der Architekt für christliche Kunst Hans Schurr aus München erhielt den Zuschlag, der durch die Planung von vielen Kirchen in Bayern vor über einhundert Jahren bekannt war. Er wurde schon zu Beginn der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts beauftragt, die verschiedensten Pläne für Chor und Langhaus im neubarocken Stil zur Buxheimer Kirche zu entwerfen.

Allerdings, wer die heutige St. Michael Kirche kennt, wird kaum erahnen, welch lange Geschichte sich darum rankt. Allein die damalige Entscheidung zur Erweiterung bedurfte beharrlicher Anstrengungen. Viele Jahre hatten sich die Buxheimer um eine neue, größere Kirche bemüht, weil ihr altes Kirchlein, von dem nur mehr der zwischen 1320 und 1340 errichtete Turm existierte, zu klein geworden war. Dass das Streben nach einem Neubau lange Zeit zurückreicht, belegt auch ein Auszug aus dem Pfarrbuch. Hierin schrieb Pfarrer Fidelis Boller bereits Anfang des 19. Jahrhunderts den beklagenswerten Zustand der Kirche: „Schon mehr als 100 Jahre sahe die buxheimische Pfarrkirche ehender einer Spelunke als einem Tempel Gottes gleich. Ich betriebe deswegen nicht so fest die reparation als eine Erweiterung derselben, weillen überzeugt ware, dass solche das personale nicht fasse.“

Die entscheidende Wende zum Neubau war letztlich dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass das Grundstück des einstigen Hellerhofes mit seinen 3 Stallungen – der unmittelbar an der Westseite der Kirche angrenzte - um 1900 auf Betreiben des damaligen Pfarrers Johann Rosskopf an die Kirchenverwaltung verkauft wurde. Daraufhin konnte Architekt Hans Schurr im Jahre 1902 die ersten konkreten Planungen zum Kirchenneubau entwerfen. Die Vorgaben dazu waren: ein einschiffiger Bau unter Beibehaltung des alten Turmes, korbartiges Gewölbe, Stukkierung und Vorhalle mit Unterkirche. Mitten in diesem Entscheidungsprozeß wurde der bisherige Geistliche Josef Rosskopf am 16.9.1904 in seinem 36. Lebensjahr aus dem Leben gerissen und danach übernahm Pfarrer Gregor Maier aus Wemding das schwere Erbe. Nachdem inzwischen das Bezirksamt Eichstätt am 7.September 1910 die Zustimmung zur Verlegung des bisherigen Friedhofes gab, war eine der letzteren Hürden zum Neubau genommen. Allerdings, die ausgearbeiteten Pläne, die letztlich zur Grundsteinlegung am 30.10.1910 beitrugen, durchliefen zuvor über die vielen Jahre zahlreicher Veränderungen. Insbesondere durfte der Glockenturm nicht verändert werden, so dass der Grundriss sich um dieses Mauerwerk anzupassen hatte.

Zunächst sollte der Turm an der Südseite der Kirche angegliedert sein, dies stand jedoch dem Neubau seiner zentralen Lage gegenüber den Anliegern entgegen. Erst die völlige Umplanung, den Turm an der Nordseite zu setzen, brachte schließlich gegen Ende des Jahres 1910 den Durchbruch und die Zustimmung aller Beteiligten. Für den Neubau waren insgesamt 85.000 Goldmark veranschlagt, der von dem Eichstätter Baumeister Johann Lacher noch im gleichen Jahr in Angriff genommen wurde. Nach fast zweijähriger Bauzeit konsekrierte Bischof Leo Mergel am Sonntag - den 29.9.1912 zum Patronzinumsfest - die neue Kirche in Buxheim.

August Heimbüchler

Gottesdienstzeiten

Heilige Messen in der Pfarrei Buxheim

Samstag 19.00 Uhr;
Sonntag 9.00 Uhr (Buxheim), 10.30 Uhr (Tauberfeld)

Beichtgelegenheit in der Pfarrei Buxheim

Samstag 18.30 bis 19.00 Uhr

Anbetungszeiten in der Pfarrei Buxheim

Donnerstag 18.00 Uhr (Sommerzeit)
Donnerstag 17.00 Uhr (Winterzeit)