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1. Intrada Nr. III 1:29

Den Auftakt machen Hans Würzburger und Joseph Funk an der Trompete mit einer Intrada von Johann Christoph Pezel (1639-1694). Johann Funk begleitet die beiden an der Orgel der Filialkirche St. Martin in Tauberfeld. Mit „Intrada“ bezeichnete man vor allem im 16. und 17. Jahrhundert das feierliche Eröffnungsstück eines Festes, meist verbunden mit dem Einzug der (Ehren-)Gäste. Pezel war ab 1669 Stadtpfeifer in Leipzig und ab 1681 Stadtmusiker in Bautzen.

2. Macht hoch die Tür 1:31

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ ist ein in Ostpreußen entstandenes Kirchenlied aus dem 17. Jahrhundert. Es gehört sowohl in der evangelischen und katholischen Kirche als auch in vielen evangelischen Freikirchen zu den bekanntesten und beliebtesten Adventsliedern und wurde in viele andere Sprachen übersetzt. Der Königsberger Pfarrer Georg Weissel schrieb den Liedtext in Anlehnung an Psalm 24 im Jahre 1623 zur feierlichen Einweihung der neu errichteten Altroßgärter Kirche in Königsberg. Die ursprüngliche Vertonung konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Das von Johann Anastasius Freylinghausen (1670–1739) im Jahre 1704 erstellte Gesangbuch enthielt die heutige Melodie, der das Lied seine volkstümliche Beliebtheit verdankt.

3. Geschrieben stehts in dem heiligen Buch 3:02

Aus der Adventskantate von Sepp Rubenberger und Annette Thoma stammt der Chorsatz „Geschrieben stehts“. Annette Thoma (1886-1974) beschäftigte sich intensiv mit der Pflege des geistlichen Volksliedes und ist besser als Schöpferin der „Deutschen Bauernmesse“ mit dem berühmten Andachtsjodler bekannt. In der Adventskantate vertonte Sepp Rubenberger ihren Text fünf Jahre nach ihrem Tod. Mit Rubenberger war der Buxheimer Kirchenchor eng verbunden. Der langjährige Musiklehrer in Eichstätt-Rebdorf war häufig in Buxheim zu Gast, insbesondere bei den Aufführungen seiner Kompositionen durch den Buxheimer Kirchenchor.

4. Maria durch ein Dornwald ging 1:59

Das Lied war ursprünglich kein Adventslied, sondern ein Wallfahrtslied, das sich im 19. Jahrhundert vom Eichsfeld in Thüringen ausgehend im Bistum Paderborn verbreitete. Die tatsächliche Entstehungszeit des Liedes ist jedoch unklar. Popularität bekam das Lied durch die Jugendbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Buxheimer Kirchenchor singt einen Satz von Gottfried Wolters (1910-1989).

5. Gegrüßet seist Du Maria 2:08

Vor 1852 entstand der Text und die Vertonung des „Ave Maria“. Den dazugehörigen Chorsatz schrieb der Bonner Komponist, Organist, Musikwissenschaftler und Pädagoge Dr. Josef Butz im Jahr 1949.

6. Aus dem dunklen Himmel 1:51

Der Buxheimer Kirchenchor singt eine ganze Reihe von Werken aus der Feder von Manfred Bühler (geb. 1957). Der Gymnasiallehrer an einem Gymnasium in Neckarbischofsheim ist seit seinem 20. Lebensjahr Chorleiter von insgesamt zwölf Chören. „Aus dem dunklen Himmel“ baut auf einer mittelamerikanischen Melodie auf.

7. Heilige Nacht 2:08

Mit „Heilige Nacht“ von Johann Friedrich Reichardt (1752-1814) folgt ein Sprung in das auch als „Sturm und Drang“-Periode bekannte Zeitalter. Reichardt war kurze Zeit preußischer Hofkapellmeister. Er und sein Werk gerieten bei seinen Zeitgenossen jedoch bald in Vergessenheit. Er starb 1841 arm und vereinsamt.

8. Kleiner Trommeljunge 2:16

Wieder von Manfred Bühler stammt die deutsche Fassung von „Little Drummer Boy“. Dieses amerikanisches Weihnachtslied erzählt die Geschichte eines armen Jungen, der es sich nicht leisten kann, dem neugeborenen Jesus ein Geschenk zu machen und daher mit dem Einverständnis der Jungfrau Maria für ihn auf seiner Trommel spielt. Komponiert und getextet wurde das Lied unter dem ursprünglichen Titel „The Carol of the Drum“ im Jahr 1941 von Katherine K. Davis. Bekannt wurde das Lied zunächst in der Version der Trapp Family Singers Mitte der 1950er Jahre. Eine der bekanntesten Versionen wurde 1977 von Bing Crosby und David Bowie als Duett gesungen.

9. Dona pacem, Domine 2:06

„Herr, gib uns Frieden“ lautet der ostinat wiederholte Ruf in dem ergriffenen Werk von Luigi Cherubini (1760-1842). Obwohl heute fast vergessen, wurde Cherubini von seinen Zeitgenossen sehr bewundert. Beethoven betrachtete ihn als einen der größten dramatischen Komponisten seiner Zeit. Der Buxheimer Kirchenchor singt eine Bearbeitung, die wieder von Manfred Bühler stammt.

10. Leise sinkt der Abend nieder 2:24

Wohl aus dem 19. Jahrhundert stammt dieses mündlich überlieferte fromme Andachts- und Abendlied. Johann Funk begleitet sich selbst auf der Orgel in Tauberfeld.

11. Herr, deine Güte 1:59

August Eduard Grell (1800-1886) gilt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als eine der herausragenden Persönlichkeiten des Berliner Musiklebens. Er komponierte vorrangig Vokalmusik, darunter Singspiele, Kantaten, Oratorien und Opern. Im evangelischen Bereich gilt Grell als Mitbegründer einer Palestrina-Renaissance.

12. Te Adoramus (Herr der Welten) 2:23

Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski (1751-1825) war ein hauptsächlich in Russland wirkender ukrainischer Komponist mit großem Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Kirchenmusik im 19. Jahrhundert.

13. In stiller Nacht 2:17

Der Text von „In stiller Nacht zur ersten Wacht“ stammt von Friedrich Spee (1591-1635). Der Jesuit war ein heftiger Kritiker der Hexenprozesse. Er steht im Ruf der Heiligkeit. Spee gab mehrere Sammlungen geistlicher Lieder heraus und textete selbst viele Lieder, er ist noch heute im Gotteslob der häufigste Liedautor. Viele der Gesänge von Spee, etwa das berühmte „O Heiland, reiß den Himmel auf“ (GL 107) oder das Weihnachtslied „Zu Bethlehem geboren“ (GL 140) werden auch von evangelischen Christen bis heute gern gesungen (EG 7 und 32). Der Buxheimer Kirchenchor singt eine Bearbeitung von Raimund Schächer (geb. 1960). Seit Oktober 1985 ist als Dekanatskantor für den evangelischen Dekanatsbezirk Pappenheim die Kirchengemeinde Treuchtlingen tätig.

14. Schau hin nach Golgotha 2:37

Nach der ergreifenden Ölbergszene wendet sich der Blick nun auf den Karfreitag. „Schau hin nach Golgotha“ ist eine romantische Motette aus dem 19. Jahrhundert. Sie versteht sich als musikalische Andacht, die dem Hörer das Geschehen betrachtend vorstellt. Der aus Württemberg stammende Friedrich Silcher (1789-1860) wirkte ab 1817 als erster Musikdirektor an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

15. Er ist wahrhaftig auferstanden 1:49

Mit einem Jubelruf beginnt die Verkündigung der Auferstehung. Die Bearbeitung von Manfred Bühler orientiert sich an einem Vorbild des amerikanischen Komponisten George Frederick Root (1820-1895).

16. Ich lobe meinen Gott 2:01

Dieses Lied mit dem Originaltitel „Je louerai l´Eternel“ stammt aus dem Bereich der evangelischen Freikirchen. Es stammt ursprünglich von dem französischen Musiklehrer und Prediger der dortigen Reformierten Kirche Claude Fraysse (geb. 1941). Der Text orientiert sich an Psalm 9,2-3.

17. Vater Unser 1:28

Die Vertonung des „Vater Unser“ ist das bekannteste Werk des russischen Komponisten Nikolay Nikolayevich Kedrov (1871-1940). Der Lehrer am St. Petersburger Konservatorium musste nach der Oktoberrevolution zunächst nach Berlin, später nach Paris emigrieren.

18. Du großer Gott 3:22

Der baptistische Missionar Manfred von Glehn (1867-1924) übersetzte dieses Lied aus der schwedischen Originalsprache ins Deutsche. „O Store Gud“ war ursprünglich ein Gedicht von Carl Gustav Boberg (1859–1940) auf die Melodie eines alten schwedischen Volksliedes.

19. Dies ist ein großer Tag 1:31

Mit einem von Manfred Bühler komponierten Ständchen für alle, die Geburtstag, Hochzeitstag oder ein anderes Jubiläum feiern, beginnt der zweite Teil der Aufnahmen mit nicht-geistlichem Liedgut.

20. Kein Feuer, keine Kohle 1:35

Das Liebeslied „Kein Feuer, keine Kohle“ wurde erstmals 1807 veröffentlicht, damals schon mit dem Hinweis „anonymes Volkslied“. Besondere Beliebtheit erfuhr es in der Romantik des 19. Jahrhunderts, sowie den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

21. Und wieder blühet die Linde 2:03

Dieses Volkslied stammt vermutlich aus der Wandervogelbewegung, die vor allem in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts einen Rückgriff auf die Romantik des 19. Jahrhunderts versuchte.

22. Ich bin das ganze Jahr vergnügt 1:50

Die Reise durch den Jahreskreis beschließt ein bäuerlicher Jahresrückblick. Der Text zu diesem Volkslied geht vermutlich auf Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791) zurück, dessen Lyrik die damaligen Zustände im Herzogtum Württemberg geißelte und der deshalb beim „einfachen Volk“ sehr beliebt war.

23. Trumpet Voluntary 2:16

Ein „Voluntary“ bezeichnete ursprünglich eine Improvisation auf der Orgel. Zu einem „Trumpet Voluntary“ wurde das entsprechende Trompetenregister gezogen. Das berühmteste „Trumpet Voluntary“ dürfte die Komposition von Jeremiah Clarke (1674-1707) sein, die oft fälschlicherweise seinem Zeitgenossen Henry Purcell zugeschrieben wurde. In der vorliegenden Bearbeitung von Johann Funk erklingen in der Tauberfelder Kirche ausnahmsweise echte Trompeten.

Der Buxheimer Kirchenchor

Der Buxheimer Kirchenchor besteht derzeit aus 34 aktiven Sängerinnen und Sängern. Seine Hauptaufgabe ist die Gestaltung der Gottesdienste in der Pfarrkirche St. Michael in Buxheim, sowie der Filialkirche St. Martin in Tauberfeld.

Chorleiter: Johann Funk, Tauberfeld

Bei dieser CD erhielt der Chor Unterstützung durch das Tauberfelder Bläserduo:
Hans Würzburger und Joseph Funk.

Die Choraufnahmen erfolgten in den Jahren 2012 und 2013 in der Pfarrkirche St. Michael in Buxheim. Die Instrumentalstücke mit den Tauberfelder Bläsern (Nr. 1, 10, 18 und 23) wurden in der Filialkirche St. Martin in Tauberfeld aufgenommen.

Termine / Veranstaltungen

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Montag, 09. Dezember
20.00 Uhr
Chorprobe
Ort: Pfarrsaal Buxheim
Montag, 16. Dezember
20.00 Uhr
Chorprobe
Ort: Pfarrsaal Buxheim
Montag, 23. Dezember
20.00 Uhr
Chorprobe
Ort: Pfarrsaal Buxheim
Montag, 30. Dezember
20.00 Uhr
Chorprobe
Ort: Pfarrsaal Buxheim
Montag, 06. Januar
20.00 Uhr
Chorprobe
Ort: Pfarrsaal Buxheim
Montag, 13. Januar
20.00 Uhr
Chorprobe
Ort: Pfarrsaal Buxheim
Montag, 20. Januar
20.00 Uhr
Chorprobe
Ort: Pfarrsaal Buxheim
Montag, 27. Januar
20.00 Uhr
Chorprobe
Ort: Pfarrsaal Buxheim
Montag, 03. Februar
20.00 Uhr
Chorprobe
Ort: Pfarrsaal Buxheim
Montag, 10. Februar
20.00 Uhr
Chorprobe
Ort: Pfarrsaal Buxheim

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